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Über Gott und die Welt diskutieren |
Mein Name ist Peter Zürn.
Ich bin 1964 in einem kleinen Dorf, Bieringen, in Süddeutschland
geboren. Ich habe in Tübingen katholische Theologie und Erziehungswissenschaften
(Sozialpädagogik) studiert. 1991 bis 1994 war ich bei der Christlichen
ArbeiterInnenjugend (CAJ) in Frankfurt am Main tätig. Jugendverbandsarbeit,
Projekte mit Arbeiterjugendlichen und Kurse der politischen Bildung waren
meine Schwerpunkte. Von 1994 bis 1999 war ich Jugendarbeiter der römisch-katholischen
Pfarrei St. Peter und Paul in Aarau/Schweiz. Dort war ich für den
Religionsunterricht in der Oberstufe und die offene Jugendarbeit verantwortlich.
Von 1997 bis 2004 war ich Religionslehrer an der Alten Kantonsschule Aarau,
in den letzten beiden Schuljahren unterrichtete ich das Maturfach Religionslehre.
Der Unterricht ist überkonfessionell. Mir ging es nicht darum, für eine
bestimmte Konfession oder Religion zu werben. Mir geht es darum, Neugierde
für religiöse Fragen und religiöse Lebensweisen zu wecken, Informationen
über die Weltreligionen zu vermitteln und kritische Diskussionen über
Gott und die Welt möglich zu machen. Dabei bin ich nicht völlig objektiv,
das ist niemand, sondern denke und argumentiere aus meiner christlichen
Perspektive. |
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Männer und die Bibel
Im Gespräch mit dem grossen Gespräch der Bibel |
Zwischen 1999 und 2004 machte ich zwei Weiterbildungen. Die eine qualifizierte mich Männer- und Gewaltberater nach dem Ansatz von Männer-gegen-Männergewalt. Die andere erschloss mir intensive Erfahrungen mit Bibliodrama und qualifizierte mich zum Bibliodramaleiter. Seit 2004 bin ich Fachmitarbeiter
an der Bibelpastoralen Arbeitsstelle Zürich (www.bibelwerk.ch).
Die BPA ist eine Fachstelle der Deutschschweizer Katholischen Kirche und
des Schweizerischen Katholischen Bibelwerks. Ich habe den grossen Luxus,
in meiner Arbeitszeit die Bibel unddie biblische Tradition zu studieren
und das, was ich dort entdecke, für Andere zugänglich zu machen.
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Meine Lehrerinnen und Lehrer...
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Viele Theologinnen
und Theologen haben mich beeinflusst, ich empfinde meine Art Theologie zu
treiben als ständig "im Fluss". Meine wichtigsten theologischen
Lehrerinnen und Lehrer will ich aber besonders benennen.
Es handelt sich um Dorothee Sölle, bei der ich gelernt habe, parteilich und politisch und theologisch in engem Zusammenhang zu denken und deren Begeisterung für Märchen mich angesteckt hat. Ausserdem um Dietrich Bonhoeffer, vor allem wegen seiner Überzeugung von der "mündig gewordenen Welt" als Ort der Theologie und des christlichen Glaubens. Und schliesslich um Stephan Wyss. Er ist einer der kreativsten theologischen Denker, den ich kenne. Immer wieder sind seine Bücher Augenöffner für mich. Seine Interpretation des Märchens von den drei Sprachen als theologisches und pädagogisches Drama zwischen Vater und Sohn und sein Bild vom Geist der Freiheit, der einen Weg aus dem tödlich endenden Konflikt weist, begleiten mich seit vielen Jahren. Ich bin verheiratet. Meine
Frau, Karin Klemm, ist Seelsorgerin am Kantonsspital Baden und Bibliodramaleiterin.
Wir arbeiten auch theologisch miteinander. Ich wünsche mir, dass
unser Zusammensein noch viele Früchte trägt.
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