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Karsamstags-Theologie
Meine Theologie
entsteht in einem Zwischenraum. Zwischen Karfreitag und Ostersonntag.
In der christlichen Tradition verdichten diese beiden Tage menschliche
Erfahrungen: der Karfreitag die Erfahrung unserer Grenzen, von Entfremdung,
die Begegnung mit dem Tod; der Ostersonntag die Erfahrung von Befreiung
und Lebensfreude, die Hoffnung auf die Fülle des Lebens bis über
den Tod hinaus. Dazwischen liegt der Karsamstag.
Er ist der Tag der Spannung zwischen den Realitäten und den Möglichkeiten
unseres Lebens. Zwischen Abschied und Neuanfang, Unterdrückung und
Aufbruch. Das ist die Spannung, in der ich Theologie treiben möchte.
Theologie als die kritische Reflexion über die Wirklichkeit, die
Menschen mit dem Wort „Gott“ benannt haben. Am Karsamstag ist „Gott“
eine Frage, keine Antwort. Am Karsamstag ist meine Theologie eine
Suchbewegung.
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Nehmen Sie sich Zeit und Raum.
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