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Satan: Gottes Sinn verstehen
Mt 16,21-27
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Ursula Rapp schreibt über Mt 16,21-27 (http://www.bibelwerk.ch/index.php?&na=3,1,0,0,d,128883,0,0):
"Es gibt Leben nach dem Sterben, grösseres, göttliches
Leben, das unseren Horizont übersteigt. Nach jedem Leiden das
Leben. Das ist Gottes Geheimnis, und wir werden es nie verstehen.
Wer glaubt, es zu verstehen, feindet Gott schon an, ist Satan. Matthäus
packt in diese Auseinandersetzung so viel Menschlichkeit, so viel
von unserer Begrenztheit und hat zugleich ganz scharfe Worte dafür.
Zu Recht. Wer glaubt zu wissen, wie Gott urteilt, ist Satan. Nicht
oft genug können wir dieses Evangelium einüben.
Peter von Matt schreibt über ein Gedicht von Regina Ullmann
(Alles ist sein in: Peter von Matt, Die verdächtige Pracht.
Über Dichter und Gedichte, dtv 2. Aufl. 2005, S. 135):
"Wenn hier , was vermutet werden darf, eine Frau sich selbst
vor dem Suizid zurückhält - mit welchem Argument zuletzt?
Mit dem halb zögernden, halb beschwörenden Gedanken, dass
wir vielleicht in Zusammenhängen leben, wo die erlittene Sinnlosigkeit
mehr Sinn hat als alle rundum anerkannten Ziele und Zwecke."
Ein Jahrhundertbeispiel für ein solches Leben voller erlittener
Sinnlosigkeit, die mehr Sinn macht als alles andere rundum ist Männy
Alt (1910-2000), Baselbieter Kommunist mit allen Konsequenzen, Kämpfer
gegen den Faschismus in Spanien, dafür in der Schweiz zum Kriminellen
gemacht, Soldat gegen Hitler in der Schweizer Armee, Mitbegründer
der PdA und erfolgreicher Lokalpolitiker, Ehemann einer von den
Nazis deportierten und die Schweiz geflüchteten Russin, Auswanderer
in die Sowjetunion, enttäuschter Rückkehrer obwohl die
PdA-Führung das verhindern wollte, um das Bild der UdSSR in
der Schweiz nicht zu beschädigen, Arbeiter (Büezer) bis
75, weil er keine Pension hatte, Vater, der seinen Kindern mitgab
nur ja nicht politisch zu sein, solange sie im Berufsleben stehen,
Alpträumer bis zu seinem Tod... (Erich Schmid, In Spanien gekämpft,
in Russland gescheitert. Männy Alt (1910-2000). Ein Jahrhundertleben.orell
füssli 2011).
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